DER TEST
MAME v0.87 – hier: MAME32
Emulationsumfang:MAME legt, wie auch nicht anders erwartet, eine Punktlandung an der Spitze hin alles funktionierte;
45 von 45 Punkten.Emulationsqualität / Grafik:Es ist von 320x240 bis 1280x1024 alles auswählbar, was man sich nur vorstellen kann. Man findet auf jeden fall eine passende Auflösung, je nachdem was der Monitor beherrscht auch eine perfekt geeignete. An Filtern ist alles mögliche und unmögliche auswählbar. Verschiedene RGB Filter, Scanlines (sogar vertikale Scanlines sind möglich!), Mittels verschiedener 2x Filter und sogar antialiaser Filterung ist es möglich, die Bildqualität zu erhöhen. Entsprechend ist auch das Endergebnis. Hier wird garantiert jeder zufrieden sein - wenn man auch viel einzustellen hat, bevor es losgehen kann...
10 von 10 PunktenEmulationsqualität / Sound:An einstellbaren Frequenzen unterstützt MAME alle von der Soundkarte bereit gestellten. Man kann sowohl 8Bit als auch 16Bit Sound in Mono oder Stereo wählen. Die Interpolation ist brauchbar, allerdings wird der Klang - wie so oft - geringfügig stumpf. Man kann nicht nur für jede Plattform sondern sogar für jedes einzelne Spiel eigene Einstellungen festlegen. Alternativ stellt man defaults ein und die werden für alle Titel beim je ersten Start übernommen, bis man die Defaults erneut ändert. Einstellungen für die speziellen Soundchips sucht man leider vergebens. Da sie nicht zwingend benötigt werden ist es aber zur Not verschmerzbar. Alles in allem ergibt das
32 von 40 Punkten.Emulationsqualität / Timing:Die Qualität ist bei egal welchem Titel befriedigend. Mehr leider auch nicht. Es war nicht wirklich grausam daneben, aber Verzögerungen zwischen Bild und Ton waren für mich schon bemerkbar, insbesondere beim direkten Vergleich mit den anderen Emulatoren. Deshalb bleibt es pro Titel bei jeweils 7 von 10 Punkten. Also erreicht MAME
21 von 30 Punkten.GUI / Übersicht:Das Problem von MAME, verglichen mit den anderen Emulatoren ist ironischer Weise seine Stärke. MAME ist so unglaublich umfangreich, dass es natürlich langsam problematisch wird, gleichzeitig das ganze übersichtlich zu behalten. Leider ist es z.B. nicht möglich, bei MAME die Anzeige der verfügbaren Spiele auf einen bestimmten Kreis von Plattformen zu beschränken. Allenfalls kann man nach einem bestimmten Prozessor, oder einem Genre o.ä. sortieren.Die Einstellungen sind, wenn man den Umfang berücksichtigt, gut sortiert. Man findet trotz des Umfangs danke logischem Aufbaus alle Einstellungen ohne große Mühe.
9 von 10 Punkten.Fazit:Insgesamt erreichte MAME
117 Punkte. MAME ist eindeutig darauf ausgelegt, möglichst viele Systeme zu emulieren. Wenn man die gesamte emulierbare Masse (genau 2509 Spiele + 2034 Varianten der Titel) berücksichtigt, ist die Qualität mehr als gut. Verglichen mit optimierteren Emulatoren, die sich auf wenige Systeme eingeschossen haben, schneidet MAME qualitativ gesehen natürlich schlechter ab, was aber nichts heißen muss. Außer für Perfektionisten ist MAME mehr als ausreichend gut. In diesem Test reicht es allerdings nicht ganz zur höchstwertung und mAME kommt „nur“ auf
4,5 Sterne – da dieser Test aber nicht als repräsentativ für die Gesamtleistung von MAME gesehen werden darf, wird die Wertung nicht in AEP Wertung von MAME übernommen.
WinKawaks v1.49Emulationsumfang:WinKawaks zieht mit MAME gleich und erreicht 45 von 45 Punkten.
Emulationsqualität / Grafik:Ganz klar: Mit MAME kann WinKawaks rein von den Filtern her nicht mithalten. Es finden sich zwar einige Blitter die allerdings sich fast vollständig auf diverse Renderarten für Scanlines beschränken. Außerdem ist eine Funktion namens Interframe Blending vorhanden, die allerdings nur für Schlierenbildung (mehr oder weniger stark) sorgt. Sehr praktisch allerdings: Man kann die Helligkeit der Emulation einstellen, was auch bei ungünstigen Lichtverhältnissen den Emulator ins rechte Licht rückt. (Wortspiel, hehe

Für jede Plattform ist eine eigene Auflösung für den Vollbildmodus wählbar. Außerdem ist es möglich, das Bild für eine normal zu niedrige Auflösung anzupassen. Sehr praktisch, weil so auch 640x480 optimal darstellen kann. Sehr schön ist auch die Fähigkeit, die originalen Bildformate auszugeben. (Was ist das bei Street Fighter Alpha 3 – 19:9?

Was leider fehlt sind Interpolationsfilter, auch wenn man sie hier nicht sonderlich vermisst. Ich gebe Kawaks
8 von 10 Punkten.Emulationsqualität / Sound:Einsame Spitze fand ich die Low Pass Filter Funktion, welche dem ganzen doch erheblich mehr volumen verpassen konnte, was vorallem mit kleineren Lautsprechern einiges an Mehrkraft herausholt aus dem Spiel. Allerdings sollte man dann vorsichtig mit der Windows Lautstärke dosieren, da der Ton sonst verzerren kann. Es sind alle möglichen Frequenzen wählbar, die Stereokanäle lassen sich vertauschen, auch Monosound ist wählbar. Interpolation ist nur für das NeoGeo wählbar, macht sonst aber auch wenig Sinn. Weiter ist es möglich, jeden einzelnen Kanal zu deaktivieren, falls gewünscht. Selbst den Verstärkungsgrad des Q-Sound Amplifiers ist einstellbar. Das ganze ist ansprechend nach den drei emulierten Soundchips verteilt. Für mich geht Kawaks mit
36 von 40 Punkten für den Moment klar in Führung.
Emulationsqualität / Timing:Besser geht's nicht. Ich konnte keine Verzögerungen mehr feststellen. Selbst wenn da noch theoretisch-technisch welche sind, wären sie absolut zu verschmerzen, da nicht bemerkbar. Selbst King of Fighters ist endlich für meinen Anspruch genial in Szene gesetzt, da die Bilder absolut im Takt bleiben. Mehr kann man nicht erwarten:
30 von 30 Punkten.GUI / Übersicht:Wie schon angesprochen ist die Übersicht in Kawaks GUI grandios. Gut aufgeteilt ist für jede Plattform der Language Code wählbar, eigene Sound und eigene Auflösungseinstellungen. Alle Einstellungen sind wunderbar in eigene Untermenus aufgeteilt. Es ist weiter z.B. möglich verschiedene ROM Verzeichnisse auszuwählen. Sogar verschiedene Sprachen – unter Anderem auch Deutsch – unterstützt der Emulator. Ich gebe gern
10 von 10 Punkten.Fazit:Momentan beschreibt Kawaks das Maß der Dinge – wenn ein Emulator in den Olymp will, muss er mit Kawaks gleich ziehen. So ziemlich alles wird emuliert und die Soundverarbeitung ist besser als die eines MAME. MAME kann nur durch seine gigantische Anzahl an Grafikfiltern kontern, muss sich schlußendlich aber doch geschlagen geben. Der Emulator erreichte
129 Punkte, Gerundet (4,7^) haben wir hier
5 von 5 Sternen, die meiner Meinung nach mehr als verdient sind.
Nebula v2.2.4Emulationsumfang:Ich könnte jetzt sagen, dass ich meinen Test etwas zu lasch angesetzt habe, aber eigentlich zeigt dieses Ergebnis nur, wie weit die Arcade Emulatoren für CPS1, CPS2 und NeoGeo fortgeschritten sind: Auch Nebula emuliert jeses MAME 0.87 ROM tadellos.
45 von 45 Punkten.Emulationsqualität / Grafik:Nebula bietet alle nur erdenklichen Auflösungen – soar die originale Hardware Auflösung. Genauso umfangreich sieht es mit den Filtern aus. Allerdings hatte mein Rechner mit allen, außer den Scanlines Leistungsprobleme. Schade eigentlich, denn der eine oder andere sieht doch ganz ansprechend aus. So gibt es die niedrigste Wertung, obwohl die Übersetzungsqualität der Grafiken sehr hoch ist.
6 von 10 Punkten.Emulationsqualität / Sound:Leider beschränken sich die Filter auf Interpolationsfilter nur für NeoGeo ROMs. Allerdings macht es sich auch nicht zu arg bemerkbar, weshalb das für den schnellen Zock zu verschmerzen ist, denn die Qualität ist wie gewohnt sehr hoch. Nur bei älteren Titeln wie z.B. Street Fighter II macht sich dann doch bisweilen leichtes Verzerren bemerkbar. Leider als einziges im ganzen Testfeld. Daher:
32 von 40 Punkten.Emulationsqualität / Timing:Im Tinimg weiß Nebula zu glänzen. Alle Titel liefern hervorragend synchronisiert und leisteten sich keine Stolperer. Perfekt:
30 von 30 Punkten.GUI / Übersicht:Leider hat die GUI leichte Probleme mit der Darstellung. Wechselt man zwischen der GUI und anderen Programmen (in meinem Fall Open Office zum Testbericht schreiben

hin und her, kann es passieren, dass die GUI nicht mehr ordnungsgemäß dargestellt wird. Die GUI ist allerdings ähnlich wie die von WinKawaks aufgebaut und sehr übersichtlich gehalten. Es ist z.B. möglich für jeden Titel – zumindest soweit ich das beurteilen konnte – eine eigene Steuerung einzustellen. Leider ist das auch voraussetzung. Nebula weißt leider einige Schwächen zu viel auf und muss sich leider auch hier mit der niedrigsten Punktzahl begnügen:
7 von 10 Punkten.Fazit:Eigentlich ist Nebula ein überaus hochwertiger Emulator, Hinter Kawaks einordnen. Auch wenn das nicht viel heißen mag, da man – egal welchen Emulator man nun wählt – sehr hohe Qualität bekommt. Nebula musste wegen einiger Programmschwächen geschlagen geben und bekam
116 Punkte = 4,3 – gerundet: 4,5 Sterne.
Testergebnis:
Testfazit:Wie ich nicht anders erwartet hatte, bekam ich hier sehr hohe Qualität geboten, was die Emulation betrifft. Im Nachhinein erstaunt mich nur eines: MAME hat den Test „verloren“. Ich hatte es zwar erwartet, dass MAME nicht das beste Ergebnis erreichen würde, da man für richtig hohe Qualität sich nunmal auf eine oder zumindest wenige Sachen spezialisieren muss. Dass sich MAME dennoch sogar einem von der Programmierung her schwächeren Emulator geschlagen geben muss, hat mich dann doch ein wenig erschreckt. Wie ich schon mehrmals erwähnte, will das aber nicht viel heißen, denn egal welchen Emulator der drei man nun wählt: Man kann eigentlich nicht die falsche Wahl treffen. Wenn jemand noch weitere Titel spielt, die nicht zu CPS1, CSP2 oder NeoGeo gehören, ist es sowieso besser, gleich bei MAME zu bleiben. Und nicht nur dann: Sowohl WinKawaks als auch Nebula haben lägner kein Update mehr erfahren. Wenn das so bleibt, und die MAME ROMs sich ändern, werden beide Emulatoren wohl „aussterben“, ähnlich wie es (meiner Meinung nach) schon NeoRage ergeht. Doch zurück zu den Fakten:
MAME ist der umfangreichste Emulator im Test, und der bestunterstützte. WinKawaks kann dafür mit der höchsten Emulationsqualität glänzen. Nebula ist eine Alternative zu WinKawaks.
quelle:AEP_________________
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